Team Orchideen und seltene Pflanzen – Abschlussbericht 2026

Team Orchideen und seltene Pflanzen – Abschlussbericht 2026

Team Orchideen und seltene Pflanzen – Abschlussbericht 2026
Übersicht zur Bestandsentwicklung

Mit der Vegetationsentwicklung unserer heimischen Orchideen konnten wir trotz der frühen Hitzewelle und der damit verbundenen Trockenheit zufrieden sein. Die Trockenrasenpflanzen litten stärker, besonders die Bestände in Grube 10. Dort war das Tausendgüldenkraut (Centaurium erythraea) stark betroffen: Viele Pflanzen vertrockneten bereits vor der Blüte und starben ab.  

Biotop-Begehungen
18.5. – Kartierung der Weißen Waldvögelein
26.5. – Bestandsaufnahme der Orchideen in Grube 7 und Grube 10
11.6. – Zählung der Knabenkräuter im Spörkelnbruch
06.7. – Aufnahme der Sumpf-Stendelwurzen zur Hauptblütezeit

Besondere Entdeckung
Während der Kartierung der Weißen Waldvögelein (Cephalanthera damasonium) haben wir erstmalig vier Pflanzen gesichtet, die vollständig gelb (ohne Chlorophyll) anstatt grün waren. Die Blüten waren normal weiß, genauso wie bei den gesunden Pflanzen.  

Pflegemaßnahmen während der Biotop-Begehungen
Im Rahmen der Biotop-Begehungen wurden direkt kleinere Pflegemaßnahmen durchgeführt. Das hat sich erfahrungsgemäß für die turnusmäßig nachfolgenden Mäharbeiten als sehr hilfreich erwiesen. Dazu gehörten unter anderem das Wegräumen von abgeworfenen Ästen sowie das Zersägen und Abräumen umgestürzter Bäume.

Die jährlichen Mäh- und Abräumarbeiten wurden im Oktober für unsere Orchideenwiesen abgeschlossen. Das gleiche gilt für die von der UNB betreuten Gebiete im Ittertal und im Spörkelnbruch.

Kartierungsergebnisse
Die Ergebnisse der Kartierungen sowie die Veränderungen gegenüber den Vorjahren sind in der nachfolgenden Tabelle dokumentiert und geben einen detaillierten Überblick über die Entwicklung der Bestände.

Tabellenhinweis (1): Das Gefleckte Knabenkraut (Dactylorhiza maculata) wird zusammen mit dem Fuchs’schen Knabenkraut (Dactylorhiza fuchsii) als Teil eines Art-Aggregats erfasst. Diese seltenere Pflanzenart kommt ausschließlich in Feuchtwiesen vor und ist schwerpunktmäßig in Haan am Zaunholzbusch, im Ittertal sowie vereinzelt im Spörkelnbruch anzutreffen. Rund zwei Drittel der in der Tabelle aufgeführten Individuen entfallen auf das Fuchs’sche Knabenkraut.

Exkursionen und Öffentlichkeitsarbeit
– 04.5., Vortrag (Die Haaner Orchideen) bei „Mitte Haan“
– 16.8., Vortrag (Orchideen im Kreis ME) im Golfclub Mettmann

Von Mai bis Juli fanden vier geführte Exkursionen statt:

– 14.5., Führung durch die Grube 7 für Mitglieder des SGV-Langenfelds
– 28.5., Wanderung durch den Osterholzer Wald und Grube 10
– 19.6., Orchideen-Führung im Sedimentationsbecken der Grube 7
– 02.7., Gemeinsame Exkursion mit der UNB in die Grube 7  

Ausblick auf 2027
Für das kommende Jahr wünschen wir uns Regen zur richtigen Zeit und weniger extreme Sonnen- und Hitzetage, da diese langfristig unserer Pflanzenwelt existenziell schaden werden.

Team-Mitglieder
Birgitta Kluge, Jürgen Jaeger, Markus Rotzal, Wilfried Sendt.

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